Strombilanz 2015

Anteil Erneuerbare beim Strom in 2014

Das Ostallgäu hat mit gut 90 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien einen sehr hohen Grad an rechnerischer Selbstversorgung und liegt damit weit vor den anderen Allgäuer Landkreisen. Die gesamte Nennleistung der mehr als 12.100 Einspeiseanlagen im Ostallgäu beträgt mehr als 400.000 kW. Die Anlagen erzeugten im Jahr 2014 knapp 650 Millionen Kilowattstunden Strom – bei einem Ostallgäuer Gesamtverbrauch von rund 690 Millionen Kilowattstunden. Klar ist zwar, dass reine Energiemengen noch nichts über die Gleichzeitigkeit von Erzeugung und Verbrauch aussagen, dennoch brauchen wir handhabbare Indikatoren zur Orientierung.

 

Eine vollständige Bilanz unter Berücksichtigung der Wärmeenergieträger wird in einem etwas weiterem Turnus erstellt, weil nicht aufgrund der Erfassungssystematik nicht jede Änderung (z. B. Gebäudedämmung, Fenstertausch) sofort sichtbar wird. Zur besseren Vergleichbarkeit wird dann auch eine Koordination der Systematik auf Allgäu-Ebene angestrebt.

 

„Für uns ist das auch ein großer Erfolg, weil durch den regenerativ erzeugten Strom nicht nur sehr viel CO2 eingespart wird, sondern auch unsere ländliche Region durch den hohen Mittelzufluss gestärkt wird“, sagt Landrätin Zinnecker. Die große Zahl an Einspeiseanlagen wertet die Landrätin als „gelebte Bürgerbeteiligung an der Energiewende“. Trotz aller Erfolge dürfe man jedoch nicht nachlassen: „Wir werden weitermachen und hier vor allem beim Gesamtstromverbrauch ansetzen, denn der ist noch immer zu hoch“, sagt Zinnecker. Klimaschutz genieße für den Landkreis „oberste Priorität“, so Zinnecker, „denn damit schützen wir unmittelbar die Lebensgrundlagen unserer Kinder und Enkel“.